"Stillen bedeutet für mich, dass mein Kind an meiner Seite zur Ruhe kommen kann."

Heute haben wir Emi interviewt. Sie ist Mama dreier Jungs und unsere persönliche Expertin zum Thema Langzeitstillen, da sie ihre ersten beiden Söhne knapp zwei Jahre gestillt hat.

 

Du bist letztes Jahr zum dritten mal Mama geworden. Wie war für dich der Alltag mit einem Neugeborenen und zwei Jungs a fünf und neun Jahre? 

Ehrlich gesagt habe ich mir davor nie einen Kopf darüber gemacht, wie es ist mit drei Kindern. Ich habe erst nach jedem weiteren Kind gemerkt, was das für eine wundervolle Aufgabe ist, Mama zu sein. Die Kinder haben mir einen völlig neuen Alltag geschenkt, in den ich mit jedem Tag mehr hineinwachse und mich ihnen anpasse.

 

Wie empfandest du die Zeit im Wochenbett? Hat sich etwas zu den letzten zwei Malen verändert? 

Nach einem Kaiserschnitt und einer normalen Geburt war der letzte leider wieder ein Kaiserschnitt. Bedauerlicherweise benötigt der Körper nach einem Kaiserschnitt etwas länger, bis er wieder ganz funktioniert. Aber mit viel Geduld und einem dritten Wunder verging die Zeit ganz schön schnell und ich konnte trotz dessen jeden Tag mein kleines Wunder genießen. Ich kann von Herzen behaupten, dass ich das dritte Wochenbett total genossen habe.

 

Deine beiden Söhne hast du beide gestillt. Wie machst du es mit deinem jüngsten Sohn? 

Ja genau - Ich liebe es zu stillen! Es ist so etwas Unkompliziertes und ich finde, das Wichtigste und Schönste ist der Körperkontakt zwischen mir und meinem Baby. Ich weiß jetzt schon, dass ich meinen Kleinen auch über zwei Jahre stillen möchte. Für mich ist es ein Liebesdienst, den ich meinem Baby weitergebe.

 

Klappt das Stillen bei dir reibungslos? 

Ja, ich bin gesegnet mit viel Milch und Kindern, die gerne gestillt werden wollen! Ich weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist und bin deshalb auch sehr dankbar dafür.

 

Das ist doch perfekt! Was bedeutet für dich Stillen und wie empfindest du das Stillen für dich körperlich und psychisch?

Dass mein Kind an meiner Seite zur Ruhe kommen kann und in jeder Situation beruhigt und gesättigt wird. Für mich ist es das Unkomplizierteste und eines der schönsten Dinge im Leben, welches ich meinen Kindern weitergeben kann und konnte.

 

Hattest du vor irgendetwas Angst oder Respekt? 

Ich habe mir vor keiner Geburt viele Gedanken gemacht und wollte alles auf mich zukommen lassen. Erst mit der Erfahrung wurde ich reifer. Ich habe einerseits vollsten Respekt vor jeder Mama da draußen, weil es ein echt taffer Job ist aber auf der anderen Seite liebe ich diesen Job auch so sehr.  

 

Hattest du Angst oder Respekt vor dem Stillen? 

Meine Brust musste sich natürlich erst an das Stillen gewöhnen. Meine Brüste waren sehr empfindlich und insbesondere bei meinem ersten Sohn hatte ich ziemliche Schmerzen beim Stillen, die mit der Zeit dann aber zum Glück nachgelassen haben. Rückblickend kann ich auch sagen, dass das Stillen mit jedem Kind leichter und unkomplizierter geworden ist.

 

Bis zur Geburt warst du ja immer noch sportlich sehr aktiv und wie man sieht bist du auch schon wieder ziemlich sportlich unterwegs. Wann hast du wieder angefangen und wie integrierst du den Sport in deinen Mama-Alltag?

Nach meinen beiden Kaiserschnitten – also nach meiner ersten und dritten Geburt - war ich nach acht Wochen das erste Mal wieder auf dem Hometrainer. Nach weiteren zwei Wochen war ich dann wieder regelmäßig joggen. Nach meiner  “normalen Geburt” war ich topfit und stand nach ungefähr acht Wochen wieder in meinen Laufschuhen.

 

Wow! Gibt es etwas, dass du einer frischgebackenen Mama mit auf den Weg geben kannst? 

Es gibt so unendlich viele Meinungen und Ratschläge von außen. Jede frisch gebackene Mama sollte auf ihr Herz und ihren Bauch hören. Ich bin ein Fan vom eigenen Bauchgefühl und bin der Meinung, dass die eigenen Kinder uns Mamas zeigen, was sie brauchen und welche Bedürfnisse sie haben. Wir benötigen einfach nur Liebe und eine große Portion Muttermilch für unsere Nachkömmlinge.